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Traditionelle arabische Segelschiffe: Der Handel auf dem Indischen Ozean
Vor etwa 3.000 Jahren benutzten die Araber im alten babylonischen Königreich zum Fischen Boote, die mit Schafshäuten überzogen waren. Mit zunehmender Erfahrung im Schiffbau konnten sie Holzschiffe mit einer Länge von 30–40 m bauen, bei denen auch
ein charakteristisches, an einem Mast befestigtes Dreieckssegel
zum Einsatz kam. Der Name dieses Schiffstyps lautet Dau.
Einsatzgebiete
Ursprünglich wurde die Dau von Fischern und Perlenfischern genutzt, später entwickelte sie sich jedoch zu einem großen Handelsschiff, das große Mengen Fracht, hauptsächlich Obst, über den Indischen Ozean transportieren konnte.
Rumpf
Der Rumpf der arabischen Dau ist lang und schlank, oft reich verziert; ihr Bug ist nach vorne und oben gebogen, und am Heck befinden sich Fenster.
Dreieckssegel
Die ersten Aufzeichnungen von Dreieckssegeln stammen aus einem griechischen Manuskript von 886 n. Chr. Zu diesem Zeitpunkt waren sie in der Region des Roten Meeres weit verbreitet. Später, im Zeitalter der großen geografischen Entdeckungen, erschienen sie auch auf europäischen Schiffen und spielten bei der erfolgreichen Navigation der Entdecker auf hoher See eine wichtige Rolle.
Handel im Indischen Ozean
In der Region des Persischen Golfs herrscht von Oktober bis Dezember ein Nordostwind, der es den arabischen Seeleuten ermöglichte, in Richtung Ostafrika und Indien zu segeln und Waren für den Handel zu transportieren. Im Gegensatz dazu ist die vorherrschende Windrichtung zwischen März und Juli südwestlich, sodass die Segler mit den importierten Waren bequem nach Hause zurückkehren konnten. So entwickelte sich im nördlichen Indischen Ozean der sogenannte Dreieckshandel.
Vorsteven
Der Vorsteven schützt das Schiff vor
den Kräften der Natur, zum Beispiel der Kraft der Wellen, aber er gibt dem Schiff auch bei einem
Zusammenstoß mit einem anderen
Schiff einen gewissen Schutz.
Stein
Am Vorsteven der Dau befindet sich oft ein schwerer Stein an einem langen Seil. Perlenfischer tauchten damit zu den Austernbänken auf dem Meeresboden hinunter.
Wasserlinie
Kanone